Gemeinsamer Protest zum Tag der Pflegenden in der Metropolregion

Beschäftigte dreier Kliniken und ihre UnterstützerInnen trafen sich zur Fahrraddemo am „Tag der Pflegenden“. Gefordert wurde ein radikaler Wandel in der Gesundheitspolitik. Beschäftigte sind empört über ungerechte Bezahlung der KollegInnen vom Service. Ver.di ruft am 18. Mai zum Streik auf.

Ca. 70 Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegewesen und etliche UnterstützerInnen waren am 12. Mai einem Aufruf von Verdi und der Initiative Gesundheit statt Profit gefolgt und hatten sich auf die Fahrräder geschwungen um am Internationalen Tag der Pflegenden ihren Protest an die Öffentlichkeit zu tragen. An 150 Kliniken der BRD gab es in diesem Jahr Proteste zum 201. Geburtstag von Florence Nightingale. Die bundesweiten Proteste machten deutlich: zu feiern ist den Pflegenden nicht zu Mute, die bis über die die Grenze der Überlastung getrieben werden, weil jahrelange Proteste und Forderungen nach Entlastung nichts geholfen haben.

KollegInnen der Erlanger Uniklinik und des Klinikums Fürth mussten auf ihrer Tour dem Dauerregen trotzen. Doch der Zorn auf die gleichen Missstände bringt GesundheitsarbeiterInnen aus unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen in Zeiten der Pandemie noch näher zusammen, wie die Ansprachen der VertreterInnen aus den gewerkschaftlichen Betriebsgruppen der drei Kliniken zeigten. So erteilte Antje Hauptmann der Sparpolitik eine Absage, denn die aktuelle Politik koste Menschenleben, so die Sprecherin der Betriebsgruppe des Klinikum Nord. (mehr …)

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Kundgebung: 1. Mai – auch wir sind auf der Straße!

Kundgebung der ISA | Sa. 1. Mai 2021 | ca. 14:30 Uhr | Müllnerstraße | Nürnberg, Gostenhof

Am 1. Mai werden wir von der Initatitive solidarische ArbeiterInnen uns an der revolutionären 1. Mai Demonstration in Nürnberg beteiligen. Sie startet um 11:30 Uhr in der Bauerngasse / Ecke Gostenhofer Hauptstrasse. Dem diesjährigen Motto können wir uns voll anschließen: „Für eine solidarische Antwort auf Corona und Krise!streiken – besetzen – enteignen! Für die soziale Revolution!“, das trifft unseren Geschmack! (mehr …)

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Diskussion: Kämpfe für ein solidarisches Gesundheitswesen in Zeiten der Pandemie

Online-Veranstaltung am 29.03.2021, 19 Uhr:

AktivistInnen und GewerkschafterInnen diskutieren über den Arbeitsalltag an deutschen Krankenhäusern, Perspektiven der Arbeitskämpfe in der Weißen Fabrik und über Strategien zur Überwindung der Profitorientierung im Gesundheitssystem.

Teilnahmelink:

https://verdi.webex.com/verdi/j.php?MTID=mda9daf0a9349a6fa26874a02bb9bf815

Auf dem Podium diskutieren:

Einladungsflyer: Download

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Arbeitskampf der Servicebeschäftigten – Oh Tannenbaum für OB König

Mit ihren Forderungen nach gleichen Arbeitsbedingungen wurde der Stadtrat vor seiner letzten Sitzung in der Meistersingerhalle am 16. Dezember 2020 von den KollegInnen konfrontiert, die die wichtigen Servicetätigkeiten am Nürnberger Klinikum verrichten.

Dabei präsentierten sie dem Nürnberger Oberbürgermeister ein mageres Tannenbäumchen, das symbolisch für die schlechte Bezahlung stehen sollte, mit denen die Klinikum Nürnberg Servicegesellschaft ihre harte Arbeit bei hohem Druck entlohnt.

König stellte sich zwar den zornigen ServicearbeiterInnen, weigerte sich aber, über die Rückführung in den TVöD zu verhandeln, die von den Protestierenden gefordert wurde.

Bereits am Freitag zuvor hatten 150 Menschen im Rahmen einer Kundgebung am Hans-Sachs-Platz lautstark für Lohngleichheit protestiert und die Anerkennung ihrer verantwortungsvollen Arbeit verlangt.

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Protest der Klinik-Servicebeschäftigten – Niedriglohnpolitik beenden

Freitag, 11. Dezember 2020: 150 Menschen protestierten am Nürnberger Hans-Sachs-Platz zu abendlicher Zeit gegen Outsourcing und schlechte Bezahlung. Die meisten TeilnehmerInnen der Kundgebung waren Servicebeschäftigte am Nürnberger Klinikum. Lautstark machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam: Wiedereingliederung der Servicegesellschaft KNSG in den TVöD nach dem Beispiel von Fürth und Ingolstadt, Anerkennung ihrer Arbeit und angemessene Bezahlung. Unterstützt wurden sie darin von GesundheitsarbeiterInnen aus anderen Bereichen. Auch etliche linke Gruppen und Organisationen solidarisierten sich mit Transparenten und kräftigem Applaus.

Dass die Ausgliederung vor zwei Jahrzehnten für die KollegInnen im Service Arbeit zu Niedriglöhnen bedeutet, kritisierten einhellig alle RednerInnen auf der Kundgebung. „Meine Leute arbeiten für 11 Euro“, empörte sich KNSG-Teamleiter Peter Griesbeck, „dabei sind wir Facharbeiter und reinigen derzeit 40 Isolationszimmer, Tag für Tag.“ Doch mit den miesen Löhnen sei es nicht getan. Der Profitdruck führe dazu, dass er gezwungen werde, immer mehr Arbeitsstunden einzusparen, „und das in dieser Pandemie-Situation, wo es eng ist“. So müssten seine Leute nun 2-3 Stationen alleine abdecken. ‚Doch wo ist das Geld hin für die 15 Stunden, die so eingespart werden?‘, frage er sich.

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Protest: Schluss mit Outsourcing am Klinikum Nürnberg

WICHTIG: Aufgrund der Pandemie-Lage musste die Kundgebung am Freitag zum Hans-Sachs-Platz verlegt werden.


Beschäftigte des Klinikums Nürnberg, die Gewerkschaft Ver.di, die Initiative solidarischer ArbeiterInnen und die Initiative Gesundheit statt Profit rufen zu Kundgebungen auf. Wir fordern: Outsourcing des Servicebereichs beenden, TVöD für die Beschäftigten jetzt.

Freitag, 11. Dezember, 18:00 Uhr Rathausplatz 18:15 Uhr Hans-Sachs-Platz

Mittwoch, 16. Dezember, 15 Uhr vor der Meistersingerhalle

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Gesundheit statt Profit startet auf Radio Z

Der Name, den das neue politische Gesundheitsmagazin auf der 95,8 bei Radio Z trägt ist kein kompletter Zufall. Die Initiative Gesundheit statt Profit ist Kooperationspartnerin und steht der Redaktion beratend zur Seite.

Im Vordergrund der ersten Ausgabe von „Gesundheit statt Profit“ vom 26.10. steht der Streik der Klinikbeschäftigten. Das besondere an der neuen Sendereihe ist, dass nicht PolitikerInnen und hochbezahlte Experten über die Verhältnisse im Gesundheitssystem sprechen, sondern diejenigen, die sich Tag für Tag mit Profitdruck und Überlastung im Gesundheitswesen auseinandersetzen müssen, weil sie in Kliniken arbeiten.

So berichten in der Sendung vom Oktober Beschäftigte der Servicegesellschaft und des Klinikums Nürnberg über Arbeitsverhältnisse und Unterbezahlung und wir hören zahlereiche O-Töne und Reden von den Streikdemos.

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Geschichtssendung Zwischenfälle über den Klinik-Streik

Die Sendung Zwischenfälle bei Radio Z, die sich normalerweise mit historischen Ereignissen befasst, hatte in ihrer aktuellen Ausgabe unter dem Titel „Und wehe wir streiken“ Anja und Inge von der Initiative Gesundheit statt Profit per Video zugeschaltet. Und so geht es in dem Hörbeitrag, den man komplett auf der Webseite der Sendung downloaden kann, nicht nur um Spitäler und Pesthäuser des Mittelalters, sondern um die ganz frische Geschichte eines starken Streiks im aktuellen Tarifkampf, in der die Klinikbeschäftigten eine zentrale Rolle spielten.

„Es war ein gutes Gefühl zusammen zu stehen und zu streiken“, sagte Anja im Interview mit Nadja Bennewitz und Michael Liebler, „und ich bin überzeugt, dass es jetzt erst so richtig anfängt mit weitergehenden Forderungen und einer weitergehenden Mobilisierung.

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GesundheitsarbeiterInnen im Warnstreik

Ungewöhnlich kämpferisch zeigen sich die Beschäftigten in den Kliniken und in der Pflege im aktuellen Arbeitskampf. So sind 1000e in Bremen, Augsburg, Stuttgart, Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt und vielen anderen Städten im Ausstand. Auch hier in der Metropolregion sind sie stark wie nie, streiken und sind lautstark auf den Straßen

Einige Szenen aus den vergangenen Tagen…

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Klinik Nürnberg verunsichert PatientInnen und Angehörige mit Klassenkampf aus der Chefetage

Pressemitteilung der „Initiative Gesundheit statt Profit“ vom 13.10.2020

Gebetsmühlenartig wiederholt derzeit die Leitung des Klinikums Nord Vorwürfe gegen streikendes Klinikpersonal und die Gewerkschaft ver.di, die Streikmaßnahmen würden dazu führen, dass das Patientenwohl nicht mehr gesichert werde könne.

Klinikbeschäftigte, die sich der Initiative Gesundheit statt Profit angeschlossen haben und sich selbst im Streik befinden, berichten, dass die Äußerungen der Chefärzte bei den KollegInnen ungeheure Empörung auslösen.

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